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2023

Der Aargauer Grosse Rat beschliesst die Richtplananpassung.

Was denken Einheimische und Direktbetroffene über diese Entwicklung? Hier das Interview mit dem BIBER.

ARA SEETAL: Wie geht es Dir?

BIBER: Hahaha, grossartig, ich könnte wegen der gelungenen Nutzungsplanung glattweg einen Purzelbaum schlagen.

ARA: Das freut uns! Warum wohnst Du gerade hier und nicht im Drei-Seenland wie die meisten Deiner Verwandten?

BIBER: Stammbaum hin oder her – das Ballungszentrum in Bern und Neuenburg ist mir einfach zu gross und zu unpersönlich. Dort kriegt man schnell Dichtestress.

ARA: Was gefällt Dir am Seetal besonders?

BIBER: Hier kennt einfach jeder jeden und die Wege zum Glück sind kurz. Das Seetal bietet meiner Familie und mir die schönsten Aussichten – sauberes Wasser, gesunde Bäume und wenn’s mir mal zu bunt wird, tauche ich einfach unter.

ARA: Du lebst von der Holzverarbeitung. Läuft das Geschäft?

​BIBER: Bestens, danke! Eigentlich baue ich Staudämme und Schwimmbecken, alles aus nachwachsenden Rohstoffen. Das kann ich aber nur,

weil die Verantwortlichen beim ARA Seetal-Projekt kein Brett vor dem Kopf haben.

ARA: Danke für die Blumen, aber wie meinst Du das?

BIBER: Für meine Wellness-Oasen verwende ich nur das Beste – auch beim Wasser. Das Abwasser der ganzen Region soll bald über eine 30 Kilometer lange Leitung nach Möriken-Wildegg zur Klärung fliessen. Und wir bleiben von gereinigtem Abwasser komplett verschont – das ist doch eine bäumige Sache.

ARA: Richtig, aber hast Du keine Angst, dass Dir jemand das Wasser abgräbt?

BIBER: Überhaupt nicht! Klar gibt es dadurch weniger Wasserzufluss, aber was sind schon 10 bis 20%? Da denke ich genauso wie die Forellen und Enten – Qualität geht vor Quantität.

ARA: Wir bedanken uns herzlich für das Gespräch und wünschen Ihnen und Ihrer Familie weiterhin alles Gute.

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